[#NoTddZ- KA] Info/ Mobi Veranstaltung im Epple am Mo, 22.05. 2017, 18:00 Uhr

Das OTFR unterstütz die antifaschistischen Gegenproteste zu dem Naziaufmarsch in Karlsruhe am 03. Juni 2017 und ruf dazu auf sich an der Bus-Mobilisierung der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Tübingen zu beteiligen. Weitere Infos gibt es bei einer Veranstaltung im Epplehaus.
Im Folgenden der hinweis zu dieser Veranstaltung:

Am 03. Juni wollen Nazis aus ganz Deutschland und darüber hinaus versuchen, sich in Karlsruhe zu versammeln. Anlass soll der mittlerweile zum neunte sogenannte „Tag der deutschen Zukunft ( „TddZ“) sein, den die Nazis von der faschistischen Partei „Die Rechte“ dieses Jahr nach Karlsruhe bringen wollen.

Aus Tübingen wird es zu diesem Anlass eine Bus-Mobilisierung zu den antifaschistischen Gegenprotesten geben. Darüber Informieren könnt ihr Euch bei eine Info-Veranstaltung am
22.05.2017, um 18:00 Uhr im Epplehaus, Tübingen.
Dort gibt es auch Möglichkeiten Busfahrkarten zu kaufen.

[Tübingen] Den „Bürgerfrühschoppen“ der Tübinger Verbindungen verhindern!

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf von der Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen und Antifaschistische Aktion Reutlingen/Tübingen und rufen zur Beteiligung auf! Auch das OTFR wird sich an den Gegenprotesten um die „Burse“ Tübingen beteiligen.

14.05.17 | 8:30 Uhr | Holzmarkt Tübingen

Am 14. Mai 2017 soll wieder einmal der vom Arbeitskreis Tübinger
Verbindungen (AKTV) veranstaltete „Bürgerfrühschoppen“ vor der Alten
Burse stattfinden. Dieser stellt ein identitätsstiftendes Event für
Tübinger Verbindungen dar. Man kommt zusammen, trinkt Bier, isst
Bratwürste und gibt sich bürgernah. Der seit 2009 stattfindende
Bürgerfrühschoppen wurde als Ersatz für das jährliche „Maisingen“ der
Tübinger Verbindungen etabliert, da jenes immer wieder von starken
Gegenprotesten begleitet und gestört wurde. Beim „Maisingen“ zogen die
Korporierten in einem Fackelmarsch in der Nacht auf den 1. Mai vom
Österberg zum Tübinger Holzmarkt. Dabei wurden deutschtümliche Lieder
gesungen.

Beim „Bürgerfrüschoppen“ 2015 lobte Boris Palmer, welcher seit Jahren
Begrüßungsworte bei selbigem spricht und ein äußerst gutes Verhältnis zu
den Tübinger Verbindungen pflegt, dass es in diesem Jahr zu keinen
Störungen durch Verbindungskritiker_innen gekommen sei. Dies zeige laut
Palmer, dass der „Bürgerfrühschoppen“ nun zur Normalität gehöre. Palmer
betreibt diese Normalisierung von Studentenverbindungen im Tübinger
Stadtbild nicht nur durch seine Unterstützung des „Bürgerfrühschoppens“,
sondern auch, indem er 2016 eine Zusammenarbeit des Stadtmuseums und des
AKTVs herstellte, um den Verbindungen eine Ausstellung in eben jenem zu
ermöglichen, welche diese sogleich zur eigenen Selbstdarstellung
nutzten. Wer in dieser Ausstellung nach einer kritischen und
ausgewogenen Betrachtung von Verbindungen suchte, suchte vergeblich.
Dieser scheinbaren Normalität möchten wir uns nun vehement entgegen stellen.

Bei studentischen Verbindungen handelt es sich in der überwiegenden
Mehrzahl immer noch um reaktionäre und elitäre Strukturen.
Auf der einen Seite tragen sie dazu bei, die Machtverhältnisse innerhalb
unserer kapitalistischen Gesellschaft zu stabilisieren, indem sie als
Karrierenetzwerke fungieren, durch welche die Zusammensetzung der
herrschenden Eliten geschlossen und konstant gehalten wird. Auf der
anderen Seite sind Verbindungen Orte von Sexismus, in denen an
veralteten Männer- und Frauenbildern festgehalten wird. Außerdem handelt
es sich bei Studentenverbindungen um Institutionen, in denen ihre
Mitglieder durch Rituale und Strafen diszipliniert und in ganz bestimmte
Rollen eingepasst werden. Es geht um die Vermittlung von patriotischen,
sexistischen und auch rassistischen Werten. Außerdem soll die
Bereitschaft hergestellt werden, sich als Einzelne_r in jedem Fall der
Gruppe unterzuordnen, auch wenn es den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen
widerspricht.

Verbindungen festigen also sexistische, rassistische und kapitalistische
Machtverhältnisse. Gleichzeitig sind ihre Inhalte oftmals noch
reaktionärer als die gesamtgesellschaftlichen Zustände selbst. Dadurch
tragen sie einen Teil zum derzeitigen Rechtsruck in Deutschland bei.
Damit stehen sie dem Projekt einer emanzipatorischen und gerechten
Gesellschaft nicht nur entgegen, sondern stehen viel mehr für eine
Zuspitzung von gesellschaftlichen Missständen wie sozialer Ungleichheit,
Wohnungsnot und Diskriminierung.
Deshalb ist es wichtig, sich den Studentenverbindungen entgegenzustellen
und ihren „Bürgerfrühschoppen“ zu blockieren.
Kommt gerne verkleidet, bringt Dinge mit, um euren Protest auszudrücken
und vergesst nicht, tragbare Radiogeräte mitzubringen, damit wir dem
„Bürgerfrühschoppen“ ordentlich auf die Nerven gehen können.

Kommt zur Kundgebung, seit laut und bunt!
Lasst elitäre und reaktionäre Verbindungen nicht zur Normalität werden!

[Rottenburg] Bericht über Kundgebung vom 25.03.2017

Am Samstag, 25.03. hielt das OTFR, gemeinsam mit [’solid]Rottenburg und dem rottenburger Bündnis gegen Rechts, bei strahlendem Sonnenschein eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Rottenburg a.N. ab. Dem Aufruf folgten 200 Leute.
Zum Anlass dienten die in letzter Zeit sich häufenden Aktivitäten des „ III. Wegs“. So versuchen diese durch zahlreiche Aufkleber im Stadtbild immer wieder auf sich aufmerksam zu machen. Mehrere Aktionen der Faschisten fanden in der Region um Rottenburg statt.

In den insgesamt 5 Redebeiträgen und an den gut besuchten Infotischen wurden vor allem diese Aktivitäten der faschistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ in Rottenburg thematisiert und über deren Inhalte und Ausrichtung aufgeklärt.
Weitere Redebeiträge richteten sich gegen die „Identitäre Bewegung“, den „Kopp-Verlag“ in Rottenburg und die rechtspopulistische „AfD“.
So wurde beispielsweise in der Rede des OTFR’s betont, dass „Der III. Weg“ sich offen in die Tradition der faschistischen NSDAP stellt und eine überregionale Vernetzung anstrebt. Und die Notwendigkeit verdeutlicht, sich entschieden gegen Nazis zu wehren.
[’solid] Rottenburg machte die Besucher*innen der Kundgebung darauf aufmerksam, dass die Stadt voll ist mit faschistischen Stickern und Nazi-Schmierereien. Diese tauchen vor allem im Umfeld von Schulen auf. Das Rottenburger Bündnis gegen Rechts ging auf die allgemeinen Entwicklungen in Rottenburg ein und machte deutlich welche rechten Gruppierungen in den letzten Jahren versuchten in Rottenburg Fuß zu fassen.
Weiter ging es dann mit einem Redebeitrag der VVN BdA über den „Kopp-Verlag“. Die Rede der SdAJ über die „AfD“ schloss die Kundgebung ab.

Nachdem sich die Kundgebung aufgelöst hatte, wurde zu einer Spontan-Demonstration zum Bahnhof aufgerufen bei der wir unsere Inhalte gemeinsam auf die Straße trugen und noch einmal auf die Gefahren von rechts und vor allem auf die faschistische Partei „Der III. Weg“ aufmerksam machten!

Kein Fußbreit dem „III. Weg“- nicht in Rottenburg und nicht anderswo!

[Rottenburg am Neckar] Kundgebung gegen die faschistische Partei „Der III. Weg“ – auf die Straße gegen Rechts!

Für Neue Pfade der Solidarität mit Geflüchteten-Gegen die rassistische Hetze des „III. Wegs“

Beginn ist um 12:00 Uhr auf dem Marktplatz in Rottenburg am Neckar

Für Tübingen gibt es einen Zugtreffpunkt am HBF Tü um 11:15 Uhr

Gezielt gelegte Brände in geplanten oder bestehenden Flüchtlingsunterkünft en aus rassistischen Motiven sind in Deutschland seit Monaten an der Tagesordnung und auch in Baden-Württemberg kam es zu Übergriff en durch rechte Gewalttäter : Im Dezember 2014 griff in Rottenburg ein 21 jähriger, polizeibekannter Neonazi zwei Frauen aus Gambia völlig unvermittelt auf der Straße an. Eine der Frauen stürzte zu Boden, woraufh in der Angreifer weiter auf sie eintrat. Sie kam mit schweren Verletzungen stationär ins Krankenhaus.

Auch in den letzten Monaten sind in Rottenburg und Umgebung vermehrt organisierte rechte Gruppierungen in Erscheinung getreten, durch rassistische Schmierereien, durch die Bedrohung von nicht-rechten jungen Menschen, aber auch durch Infostände und das Verteilen von Flyern mit rassistischen und faschistischen Inhalten in Rottenburger Briefk ästen. Solche Zustände lassen sich Antifaschistinnen und Antifaschistenaus Rottenburg und der Region aber schon länger nicht mehr gefallen. Im Sommer 2016 wurde z.B. eine Demonstration unter dem Motto „Auf die Straße gegen rechts“ organisiert, an der ca. 400 Menschen teilnahmen.

Eine rechte Organisation, die in Rottenburg, trotz der Proteste, besonders aktiv ist, ist die faschistische Partei, der III. Weg, die 2013 von ehemaligen NPD-Funktionären und rechten Kameradschaft ern in Heidelberg gegründet worden ist. Sie hat sich besonders im Süden und im Osten der BRD ausgebreitet und ist eine Kaderschmiede, die durch ihre faschistische Ästhetik und ihr kompromissloses Auft reten gewaltbereite Neonazis anzieht. Der Name der Partei ergibt sich aus der Forderung nach einem „deutschen Sozialismus“, der neben dem Kommunismus und Kapitalismus als „dritter Weg“ angestrebt werden soll. Der III. Weg ist außerdem eine Ersatzstruktur für verbotene Organisationen wie die „Autonomen Nationalisten Göppingen“ und schafft es, Kräfte bis ins rechtsterroristische Spektrum zu bündeln und zu organisieren. Die Partei bezieht sich positiv auf den historischen Nationalsozialismus und ruft in ihren Propagandamaterialien offen zu Gewalt gegen Asylsuchende auf. Gleichzeitig hat sie Online-Karten mit den Standorten von Flüchtlingsunterkünft en in der ganzen BRD veröff entlicht. Immer häufi ger passieren an diesen Orten Anschläge.

Dieser direkten Bedrohung von Menschen müssen wir noch mehr entgegensetzen, vor allem in Zeiten, in denen tausende Gefl üchtete vor Kriegen fl iehen, an denen zu einem Großteil auch die Bundeswehr beteiligt ist: in Zeiten in denen das Asylrecht immer weiter verschärft wird und in denen die AFD auf Wählerfang für die Bundestagswahl geht, um ihre rassistische und arbeiterInnenfeindliche Politik umzusetzen.

Wir dürfen uns weder durch die Drohgebärden eines III. Weges spalten lassen, noch durch die subtileren rassistischen Parolen der AfD oder ihres geistigen Wegbereiters, dem Rottenburger Kopp Verlag. Lasst uns deshalb am 25. März gemeinsam auf die Straße gehen und zusammen, unabhängig von unserer Herkunft , gegen den Abbau sozialer und demokratischer Rechte in Deutschland und für ein menschenwürdiges Leben kämpfen.

Haltet zusammen gegen den Rechtsruck und kommt gemeinsam mit euren Familien, Freundinnen und Freunden zur Kundgebung auf dem Rottenburger Marktplatz!

Stickerspaziergang in Rottenburg

Am Dienstag, 21. Februar 2017, begaben sich rund 20 AktivistInnen des OTFRs gemeinsam mit Leuten von vor Ort nach Rottenburg am Neckar um dort zum zweiten Mal einen antifaschistischen Stadtspaziergang zu begehen. Dort sind zuletzt immer wieder Nazischmierereien, hauptsächlich von der faschistischen Kleinpartei „Der III. Weg“, aufgetaucht.
Diese wurden mit Stickern, auf denen unter anderem „Den III. Weg zerschlagen“ oder „Die Antifaschistische Aktion aufbauen!“ zu lesen sind, überklebt.
Die Faschisten versuchen in letzter Zeit immer wieder in dieser Region Fuß zu fassen. So mobilisierten sie für ihre Demonstration am 18.02. in Würzburg und verteilen ab und an ihre rassistische Propaganda. Dabei blähen sie ihre Aktionen medial auf, indem die Nazis kleinlichst beinahe jeden verklebten Sticker zum Anlass nehmen, um auf ihrer Internetpräsenz darüber zu berichten. Was sie jedoch tunlichst verschweigen ist, dass damit Bedrohungen und Einschüchterungsversuche von politisch Andersdenkenden einhergehen. (Artikel Tagblatt, 21.02.2017) Ihr Selbstvertrauen geht anscheinend manchmal sogar so weit, dass sie die Region um Rottenburg und Horb als ihr Territorium ansehen. Doch da haben wir ein Wörtchen mitzureden: Wir werden es zu verhindern wissen, dass „Der III. Weg“ ihre Aktivitäten dort weiter ungestört intensivieren können.