[Veranstaltung] NSU-Komplex: Nichts vergeben! Nichts vergessen

DATUM: Dienstag, 23.10.2018
ORT: 18:00 Uhr
ZEIT: Brechtbau 036 ( Tübingen, Wilhelmstraße 50)

Über 10 Jahre ermordete ein Nazi-Netzwerk bundesweit -staatlich gefördert- 9 Menschen mit Migrationshintergrund. Durch zwei Bombenanschläge in Köln verletzten sie viele Menschen. Viele Angehörige und überlebende Menschen wussten: Nur Nazis können die TäterInnen sein. Aber die Ermittlungsbehörden terrorisierten und kriminalisierten die Betroffenen als Tatverdächtige.
nach dem Auffliegen des NSU-Komplex 2011 und dem über 5 Jahre andauernden Prozess in München, zeigte sich das ganze Ausmaß des Skandals staatlicher Verstrickung und Vertuschung im Komplex des NSU.
Das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ hat die Aufklärung vorangetrieben, die AkteurInnen des NSU sichtbar gemacht und die betroffenen in den Mittelpunkt gerückt. Wie die Betroffenen verlangen wir schonungslose Aufklärung, Benennung und Anklage der TäterInnen.
Darüber wollen wir informieren und diskutieren.

[Herrenberg] Proteste gegen eine Veranstaltung der sog. Alternativr für Deutschland

In Herrenberg lud die AfD am Mittwoch, 03.10.2018 zu einem „Treffen christlicher Patrioten“ in die Alte Turnhalle. Dagegen formierte sich breiter zivilgesellschaftlicher Protest. Viele Parteien, Jugendverbände beteiligten sich an einem Fest gegen die AfD am angrenzenden Gelände zum Veranstaltungsort der Rassisten. Auch das OTFR beteiligte sich daran.
Im Anschluss der verlesenen Reden formierte sich ein, vor allem aus jungen Menschen bestehender, spontaner Demonstrationszug, welcher sich laut durch das Zentrum von Herrenberg zog.

In Zeiten eines sich verschärfenden Rechtsrucks müssen wir unseren Protest zu Widerstand verwandeln. Es ist gut, dass viele Menschen zeigen, dass sie die menschenfeindliche Politik der AfD nicht tragen. Doch darüber hinaus müssen wir selbstständig aktiv werden und unseren antifaschistischen Protest auf die Straße tragen.
Wenn es abermals zu Pogromen in mitten unserer Gesellschaft kommt, ist es an der Zeit entschieden und entschlossen den Rechten entgegen zu treten und ihnen nicht die Straße zu überlassen.

weitere Bilder findet ihr unter: tueinfo

[Kandel] Am 06. Oktober auf nach Kandel – Eingreifen wenn’s wichtig ist! Zugtreffpunkt aus Tübingen – AKTUALISIERUNG!

WANN? Samstag, 06.10.2018 – 07:20 Uhr
WO? Tübingen HBF

Das beschauliche Örtchen Kandel am Rande des VRN-Gebietes hat sich in diesem Jahr zu einem wichtigen Schauplatz des Kampfes gegen den Aufstieg der politischen Rechten in Deutschland entwickelt. Schon Monate vor den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz marschierte der rechte Mob durch Kandels Straßen. Der in Kandel erprobte Mobilisierungsmythos „deutsche Opfer, fremde Täter“ ist zu einer festen Säule ds von der AfD zum Ziel erkorenen Ausbaus ihrer Handlungsfährigkeit auf der Straße geworden.

In den letzten Monaten flaute der Protest gegen die rechten Aufmärsche in Kandel kontinuierlich ab. Zwar folgen den Aufrufen nur noch ein paar Hundert statt ein paar Tausend Demonstranten, dennoch scheint es dem „Frauenbündnis“ rund um den Anmelder und Showmaster Marco Kurz allmählich zu gelingen sich im Kandeler Alltag zu etablieren.

Wir sagen es ist an der Zeit auch in Kandel eine neue antifaschistische Offensive zu beginnen. Wir müssen uns dem Rechtsruck entgegenstellen wo auch immer dieser Ausdruck findet. Wer es ehrlich meint mit der Entrüstung über die rassistische Gewalt in chmenitz kann das am 06. Oktober in Kandel unter Beweis stellen.

Alle gemeinsam – gegen den Faschismus!

[Stuttgart] Gemeinsam gegen den „Demo für alle Bus“!

Im Folgenden dokumentieren wir den Zugtreffpunkt der *[ART]* und rufen zur Beteiligung auf:

Treffpunkt: 13.20 Uhr HBF Tübingen

Am kommenden Freitag, den 14.9. mobilisieren in Stuttgart zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder Anhänger der heterosexistischen und antifeministischen „Demo für alle“. Dieses reaktionäre Projekt bildete schon in der Vergangenheit einen gefährlichen Sammelpunkt für RechtspopulistInnen, christlichen FundamentalistInnen und aktive Nazis aus der Region. Dieses Mal versuchen sie mit einer Bus-Tour durch verschiedene Städte die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und werden versuchen auf dem Markplatz in Stuttgart ihre menschenverachtenden Inhalte zu verbreiten.

Um den sexistischen Arschlöchern nicht die Straße zu überlassen, wollen wir mit dem Zug von Tübingen aus nach Stuttgart fahren und gemeinsam mit dem Bündnis „Stuttgart gegen Rechts“ auf dem Marktplatz demonstrieren. Für die gemeinsame Anfahrt treffen wir uns um 13.20 Uhr am Hauptbahnhof Tübingen. Seid kreativ, bringt eure Freund*innen, Schilder, Transparente, Glitzer und was euch noch so einfällt mit.

Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!

Weitere Infos HIER

Antifa Reutlingen Tübingen [ART]
antifatuert.blogsport.de

Antifas vor Gericht – Bericht zur solidarischen Prozessbegleitung für zwei Antifaschist*innen in Rottenburg a.N.

Den vollständigen Bericht findet ihr unter : Solidarität&Widerstand

Am 29. April 2017 versuchten sieben Anhänger der faschistischen Partei „Der III. Weg“ einen antifaschistischen Infostand in der Innenstadt Rottenburgs am Neckar anzugreifen.
Die Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen. Einige der anwesenden Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen.
Es kam am 16. Juli 2018 im Amtsgericht Rottenburg a. N. zur Verhandlung. Dabei wurden zwei Antifaschist*innen verurteilt und Nazis wurden als Zeugen zur Stütze der Anklage geladen.
Um die zwei Genoss*innen vor Ort zu unterstützen fanden sich ca. 50 Personen vor dem Amtsgericht ein und hielten in Solidarität zu den Angeklagten eine Kundgebung ab.
Mehre Redebeiträge und Musik begleiteten die Kundgebung. Im Anschluss daran begab man sich kollektiv in den Gerichtssaal.