[S] 23.09. Demonstration: Nein zur AfD! Auf die Straße gegen Rechts

Im Zuge der Bundestagswahl mehren sich auch die Auftritte der Rechtspopulisten in der Region. Der Widerstand gegen rechte Veranstaltungen und rassistische Hetze bleibt notwendig und ist eine Aufgabe von uns allen. Dennoch wollen wir die Zeit vor der Wahl nutzen um uns gemeinsam mit anderen die Straßen Stuttgarts zu nehmen. Am 23. September 2017 findet daher eine große Bündnisdemonstration in der Stuttgarter Innenstadt statt. Organisiert wird die Demo vom Bündnis Stuttgart gegen Rechts

(Quelle: aabsstg.wordpress.com)

Das OTFR ruf zur Beteiligung auf und macht auf folgenden Zugtreffpunkt für Tübingen aufmerksam:

DATUM: 23.09.2017
ZEIT: 11:10 Uhr
ORT: Tübingen Hbf

Aktionen gegen Infostände der AfD in Reutlingen

Aktionen gegen Infostände der AfD in Reutlingen

Die AfD kündigte für den 15, 22. und für den 29. Juli Infotische in den Reutlinger Innenstadt vor der Nikolaikirche an. Die Partei versammelte sich gegen 10 Uhr an allen drei Samstagen auf dem Platz! Das Offene Treffen gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und Region (OTFR) hat es sich gemeinsam mit Reutlingen for Organisation Solidarity and Action ( ROSA) zur Aufgabe gemacht diese Aktionen der rechten Partei AfD nicht unkommentiert statt finden zu lassen.
So fanden wir uns an allen drei Samstagen zusammen um mit verschiedenen Flyer Passant*innen auf die rechte Ideologie der AfD aufmerksam zu machen.
Am 29. Juli wurden wir vom Ordnungsamt darauf hingewiesen, in Reutlingen dürfe man unangemeldet keine Flyer verteilen, da dies unter sogenanntes „aggressives Betteln“ falle. Daraufhin einigten wir uns auf eine kreative Aktion, durch die wir auf unsere Forderungen wie zum Beispiel freie Meinungsäußerung und soziale Gerechtigkeit aufmerksam machten. Diese durften wir aber nicht in direkter Nähe des AfD-Infostandes durchführen.

Reutlingen ist schon seit mehreren Jahren Anlauf- und Sammelpunkt neurechter Gruppierungen, Parteien und Einzelpersonen. So lassen sich dort in den letzten Jahren mehrere Aktionen der „Identitären Bewegung“, der faschistischen Kleinstpartei „der III. Weg“ und der rechten Partei „Alternative für Deutschland“ vermerken. Am 5. Juli 2017 flyerten AktivistInnen des „III. Weges“ in Reutlingen, und das nicht zum ersten mal. Auch die AfD nutzt Reutlingen als Plattform zur Verbreitung ihrer Propaganda. So fand dieses Jahr beispielsweise zum zweiten mal in Folge ihr Neujahrsempfang im Spitalhof statt.

Wir stellen uns weiterhin gegen die menschenfeindlche Politik der „Alternative für Deutschland“ und werden in Reutlingen aktiv bleiben!

[#NoTddZ- KA] Info/ Mobi Veranstaltung im Epple am Mo, 22.05. 2017, 18:00 Uhr

Das OTFR unterstütz die antifaschistischen Gegenproteste zu dem Naziaufmarsch in Karlsruhe am 03. Juni 2017 und ruf dazu auf sich an der Bus-Mobilisierung der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Tübingen zu beteiligen. Weitere Infos gibt es bei einer Veranstaltung im Epplehaus.
Im Folgenden der hinweis zu dieser Veranstaltung:

Am 03. Juni wollen Nazis aus ganz Deutschland und darüber hinaus versuchen, sich in Karlsruhe zu versammeln. Anlass soll der mittlerweile zum neunte sogenannte „Tag der deutschen Zukunft ( „TddZ“) sein, den die Nazis von der faschistischen Partei „Die Rechte“ dieses Jahr nach Karlsruhe bringen wollen.

Aus Tübingen wird es zu diesem Anlass eine Bus-Mobilisierung zu den antifaschistischen Gegenprotesten geben. Darüber Informieren könnt ihr Euch bei eine Info-Veranstaltung am
22.05.2017, um 18:00 Uhr im Epplehaus, Tübingen.
Dort gibt es auch Möglichkeiten Busfahrkarten zu kaufen.

[Tübingen] Den „Bürgerfrühschoppen“ der Tübinger Verbindungen verhindern!

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf von der Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen und Antifaschistische Aktion Reutlingen/Tübingen und rufen zur Beteiligung auf! Auch das OTFR wird sich an den Gegenprotesten um die „Burse“ Tübingen beteiligen.

14.05.17 | 8:30 Uhr | Holzmarkt Tübingen

Am 14. Mai 2017 soll wieder einmal der vom Arbeitskreis Tübinger
Verbindungen (AKTV) veranstaltete „Bürgerfrühschoppen“ vor der Alten
Burse stattfinden. Dieser stellt ein identitätsstiftendes Event für
Tübinger Verbindungen dar. Man kommt zusammen, trinkt Bier, isst
Bratwürste und gibt sich bürgernah. Der seit 2009 stattfindende
Bürgerfrühschoppen wurde als Ersatz für das jährliche „Maisingen“ der
Tübinger Verbindungen etabliert, da jenes immer wieder von starken
Gegenprotesten begleitet und gestört wurde. Beim „Maisingen“ zogen die
Korporierten in einem Fackelmarsch in der Nacht auf den 1. Mai vom
Österberg zum Tübinger Holzmarkt. Dabei wurden deutschtümliche Lieder
gesungen.

Beim „Bürgerfrüschoppen“ 2015 lobte Boris Palmer, welcher seit Jahren
Begrüßungsworte bei selbigem spricht und ein äußerst gutes Verhältnis zu
den Tübinger Verbindungen pflegt, dass es in diesem Jahr zu keinen
Störungen durch Verbindungskritiker_innen gekommen sei. Dies zeige laut
Palmer, dass der „Bürgerfrühschoppen“ nun zur Normalität gehöre. Palmer
betreibt diese Normalisierung von Studentenverbindungen im Tübinger
Stadtbild nicht nur durch seine Unterstützung des „Bürgerfrühschoppens“,
sondern auch, indem er 2016 eine Zusammenarbeit des Stadtmuseums und des
AKTVs herstellte, um den Verbindungen eine Ausstellung in eben jenem zu
ermöglichen, welche diese sogleich zur eigenen Selbstdarstellung
nutzten. Wer in dieser Ausstellung nach einer kritischen und
ausgewogenen Betrachtung von Verbindungen suchte, suchte vergeblich.
Dieser scheinbaren Normalität möchten wir uns nun vehement entgegen stellen.

Bei studentischen Verbindungen handelt es sich in der überwiegenden
Mehrzahl immer noch um reaktionäre und elitäre Strukturen.
Auf der einen Seite tragen sie dazu bei, die Machtverhältnisse innerhalb
unserer kapitalistischen Gesellschaft zu stabilisieren, indem sie als
Karrierenetzwerke fungieren, durch welche die Zusammensetzung der
herrschenden Eliten geschlossen und konstant gehalten wird. Auf der
anderen Seite sind Verbindungen Orte von Sexismus, in denen an
veralteten Männer- und Frauenbildern festgehalten wird. Außerdem handelt
es sich bei Studentenverbindungen um Institutionen, in denen ihre
Mitglieder durch Rituale und Strafen diszipliniert und in ganz bestimmte
Rollen eingepasst werden. Es geht um die Vermittlung von patriotischen,
sexistischen und auch rassistischen Werten. Außerdem soll die
Bereitschaft hergestellt werden, sich als Einzelne_r in jedem Fall der
Gruppe unterzuordnen, auch wenn es den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen
widerspricht.

Verbindungen festigen also sexistische, rassistische und kapitalistische
Machtverhältnisse. Gleichzeitig sind ihre Inhalte oftmals noch
reaktionärer als die gesamtgesellschaftlichen Zustände selbst. Dadurch
tragen sie einen Teil zum derzeitigen Rechtsruck in Deutschland bei.
Damit stehen sie dem Projekt einer emanzipatorischen und gerechten
Gesellschaft nicht nur entgegen, sondern stehen viel mehr für eine
Zuspitzung von gesellschaftlichen Missständen wie sozialer Ungleichheit,
Wohnungsnot und Diskriminierung.
Deshalb ist es wichtig, sich den Studentenverbindungen entgegenzustellen
und ihren „Bürgerfrühschoppen“ zu blockieren.
Kommt gerne verkleidet, bringt Dinge mit, um euren Protest auszudrücken
und vergesst nicht, tragbare Radiogeräte mitzubringen, damit wir dem
„Bürgerfrühschoppen“ ordentlich auf die Nerven gehen können.

Kommt zur Kundgebung, seit laut und bunt!
Lasst elitäre und reaktionäre Verbindungen nicht zur Normalität werden!

[Rottenburg] Bericht über Kundgebung vom 25.03.2017

Am Samstag, 25.03. hielt das OTFR, gemeinsam mit [’solid]Rottenburg und dem rottenburger Bündnis gegen Rechts, bei strahlendem Sonnenschein eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Rottenburg a.N. ab. Dem Aufruf folgten 200 Leute.
Zum Anlass dienten die in letzter Zeit sich häufenden Aktivitäten des „ III. Wegs“. So versuchen diese durch zahlreiche Aufkleber im Stadtbild immer wieder auf sich aufmerksam zu machen. Mehrere Aktionen der Faschisten fanden in der Region um Rottenburg statt.

In den insgesamt 5 Redebeiträgen und an den gut besuchten Infotischen wurden vor allem diese Aktivitäten der faschistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ in Rottenburg thematisiert und über deren Inhalte und Ausrichtung aufgeklärt.
Weitere Redebeiträge richteten sich gegen die „Identitäre Bewegung“, den „Kopp-Verlag“ in Rottenburg und die rechtspopulistische „AfD“.
So wurde beispielsweise in der Rede des OTFR’s betont, dass „Der III. Weg“ sich offen in die Tradition der faschistischen NSDAP stellt und eine überregionale Vernetzung anstrebt. Und die Notwendigkeit verdeutlicht, sich entschieden gegen Nazis zu wehren.
[’solid] Rottenburg machte die Besucher*innen der Kundgebung darauf aufmerksam, dass die Stadt voll ist mit faschistischen Stickern und Nazi-Schmierereien. Diese tauchen vor allem im Umfeld von Schulen auf. Das Rottenburger Bündnis gegen Rechts ging auf die allgemeinen Entwicklungen in Rottenburg ein und machte deutlich welche rechten Gruppierungen in den letzten Jahren versuchten in Rottenburg Fuß zu fassen.
Weiter ging es dann mit einem Redebeitrag der VVN BdA über den „Kopp-Verlag“. Die Rede der SdAJ über die „AfD“ schloss die Kundgebung ab.

Nachdem sich die Kundgebung aufgelöst hatte, wurde zu einer Spontan-Demonstration zum Bahnhof aufgerufen bei der wir unsere Inhalte gemeinsam auf die Straße trugen und noch einmal auf die Gefahren von rechts und vor allem auf die faschistische Partei „Der III. Weg“ aufmerksam machten!

Kein Fußbreit dem „III. Weg“- nicht in Rottenburg und nicht anderswo!